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Subaru-Teleskop

In Japan heißt der bei uns Siebengestirn genannte, oder auch als Plejaden bekannte, 456 Millionen Lichtjahre entfernte, Sternhaufen Subaru. Er ist der Namensgeber eines von der japanischen Regierung in Auftrag gegebenen Teleskops, das erstmals am 28. Januar 1999 zum Einsatz kam. Es wird vom National Astronomical Observatory of Japan im hawaiianischen Mauna-Kea-Observatorium in 4139 Metern Höhe betrieben.

Das Observatorium befindet sich auf dem erloschenen Vulkan Mauna Kea und beherbergt zahlreiche weitere Großteleskope, wie die Keck-Teleskope. Das Subaru-Teleskop hat einen Spiegeldurchmesser von 820 Zentimetern und einen im Vergleich zu anderen Teleskopen wesentlich größeren Hauptfokus.

Der Standort des Subaru-Teleskops

Der erloschene Vulkan Mauna Kea auf Hawaii ist aufgrund seiner Höhenlage ein großartiger astronomischer Beobachtungsort. Dort gibt es so gut wie keine meteorologischen Störungen. Die Atmosphäre über dem Vulkankegel ist extrem trocken und klar, es gibt wenig andere Orte mit ähnlich vielen klaren Nächten. Diese Trockenheit ist eine wichtige Voraussetzung für die Infrarotastronomie. Die stabilen atmosphärischen Verhältnisse verhindern das von anderswo bekannte Funkeln der Sterne. Durch die große Entfernung von künstlichen Lichtquellen ist der Himmel nachts besonders dunkel. Die Kombination dieser Eigenschaften ermöglicht die Untersuchung der lichtschwächsten Galaxien am Rande des beobachtbaren Universums.

Technische Details des Subaru-Teleskops

Der aus so genanntem ULE-Glas (ultra low expansion glass) gefertigte, 20 Zentimeter dicke und 22,8 Tonnen schwere Hauptspiegel macht ihn zu einem der größten monolithischen Spiegeln der Welt. Dieser hat eine Brennweite von 15 Metern und ermöglicht Beobachtungen im Infrarotbereich und im sichtbaren Lichtspektrum. Am Hauptfokus des Teleskops ist eine einzigartige optische Kamera befestigt. Mit 80 Megapixel verfügt sie über außergewöhnliche Fähigkeiten. Sie kann ein breites Sichtfeld effizient abbilden und gleichzeitig Bilder von mehreren sehr schwachen Objekten mit hoher Detailgenauigkeit und kontraststark aufnehmen. Diese Fähigkeiten machen sie zu einem idealen Werkzeug für Beobachtungen des frühen Universums.

Die Aufgaben des Subaru-Teleskops

Das Subaru-Teleskop wurde entwickelt, um große Gebiete des fernen Universums zu erkunden, kleine Körper am Rande des Sonnensystems zu erkennen und um die Verteilung der Dunklen Materie zu erfassen. Eines der beeindruckendsten Projekte ist das Subaru Deep Field (SDF). Ähnlich wie beim Hubble Deep Field geht es darum, möglichst tief ins Universum zu schauen und damit gleichzeitig in seine ferne Vergangenheit oder zeitliche Tiefe. Im Vergleich zum Hubble Deep Field kann das SDF eine wesentlich größere Ausdehnung, etwa eine Fläche, die der Vollmond am Himmel bedeckt, mit nahezu der gleichen Tiefe erfassen.

Die Resultate des Subaru-Teleskops

Das Ergebnis der verschiedenen Beobachtungen war zunächst, dank der großen Ausdehnung des beobachteten Feldes, eine unfassbar große Datenmenge. Ziel des Subaru Deep Field war zum einen das Identifizieren der entferntesten Galaxien des Universums, und zum anderen, die Auswirkungen dieser frühen entstandenen Galaxien auf die nachfolgende Evolution des Universums zu untersuchen. Im Oktober 2007 nahm das Teleskop eine 12,88 Milliarden Lichtjahre entfernte Galaxie auf, deren sichtbares Licht gerade mal 780 Millionen Jahre nach dem Urknall abgegeben wurde. In Zusammenarbeit mit anderen Instrumenten wurde 2009 der bis dahin größte bekannte Galaxienhaufen im frühen Universum gefunden. Außerdem gelang die Entdeckung des am weitesten von der Sonne entfernten, aber zum Sonnensystem gehörigen Objekts in einer Entfernung von 120 bis 130 Astronomischen Einheiten, obwohl nur ein Objektdurchmesser von 500 Kilometern vermutet wird. Eine Astronomische Einheit entspricht dem mittleren Abstand zwischen Sonne und Erde.

Fazit

Es ist viele Jahre her, seit das Subaru-Teleskop seine Aktivitäten begonnen hat. Es hat die Beobachtung unterschiedlicher Objekte, wie nahe Sternschnuppen, bis hin zu 13,1 Milliarden Lichtjahren entfernten Galaxien ermöglicht. Die Beobachtungsdaten sind für die Öffentlichkeit frei zugänglich und werden von Forschern der ganzen Welt verwendet und geschätzt.