Skip to main content

Planeten

In unserem Sonnensystem gibt es acht Planeten und auf einem von ihnen wohnen wir. Daneben gibt es Zwergplaneten und weitere Kleinkörper. Zu den Kleinkörpern zählen Asteroiden, Meteoroiden und Kometen. Diese Definition hat die IAU (Internationale Astronomische Union) 2006 auf der 26. General Assembly in Prag verabschiedet. Bis 2006 zählte auch Pluto zu den Planeten, dieser Status wurde ihm jedoch auf Grund der neuen Definition aberkannt und er wird heute als Zwergplanet bezeichnet.

Was sind Planeten?

Der Begriff Planet kann vom griechischen Wort planētēs abgeleitet werden, was so viel wie Wanderer bedeutet. Planeten werden teilweise von Satelliten umkreist, die als Monde bezeichnet werden.
Im geozentrischen Weltbild, das annahm, dass die Erde der Mittelpunkt ist und alle Himmelskörper um die Erde kreisen, wurden Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus und Saturn als Planeten bezeichnet. Es handelt sich hierbei um sichtbare Elemente, die sich am Himmel bewegen. Durch die Einführung des heliozentrischen Weltbildes, das auch als Kopernikanisches Weltbild bezeichnet wird, änderte sich die Einteilung der Planeten. Das heliozentrische Weltbild sieht die Sonne als Mittepunkt an, um die alle Planeten kreisen. Nach diesem Weltbild wurden die Sonne und der Mond von der Liste der Planeten gestrichen und die Erde auf die Liste gesetzt.
Eine genauere Definition des Begriffes Planet liefert die IAU (Internationale Astronomische Union). Sie definiert in ihrer „Resolution 5“ von 2006, dass ein Planet ein Himmelskörper ist, der sich in einem Orbit (einer Umlaufbahn) um die Sonne bewegt. Desweiteren muss ein Planet über ausreichende Masse verfügen, um so durch seine Eigengravitation ein hydrostatisches Gleichgewicht zu erreichen, um eine annähernd runde Form zu bilden. Der dritte Faktor ist, dass er die Umgebung seiner Bahn bereinigt hat und somit in seiner Umlaufbahn keine anderen Körper vorkommen, die ihm ähnlich sind.

Was ist ein Planetensystem?

Als Planetensystem werden Himmelsköper bezeichnet, die sich um mindestens einen Zentralstern bzw. einen sternenähnlichen Himmelskörper bewegen. Die Elemente dieses Systems sind durch die Gravitationskraft aneinandergebunden. Die Planeten in diesem System sind die Exoplaneten (extrasolare Planeten). Das Sonnensystem ist das bekannteste Planetensystem. Beispiele für andere Planetensysteme sind Cervantes, Chalawan und Gliese 581.

Die Planeten im Sonnensystem

Unsere Planeten sind mit ihrem Anfangsbuchstaben in dem Spruch „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel“ vereint. So können die Planeten Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun in der korrekten Reihenfolge ihres Abstandes zur Sonne wiedergegeben werden.

Die acht Planeten können in zwei Gruppen unterteilt werden. Die Gasplaneten und die Gesteinsplaneten. Zu den Gasplaneten, auch Gasriesen genannt, zählen Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Sie bestehen überwiegend aus den Gasen Helium und Wasserstoff und haben einen großen Durchmesser. Im Gegensatz hierzu bestehen Gesteinsplaneten, auch terrestrische bzw. erdähnliche Planeten genannt, aus Gesteinen und Metallen. Zu ihnen zählen Merkur, Venus, Erde und Mars. Die Gesteinsplaneten rotieren auf Grund ihrer höheren Dichte langsamer um die Sonne, als die Gasplaneten.

Unsere Planeten

Merkur

Der Merkur ist mit 57,9 Millionen Kilometer Abstand zur Sonne, der sich am nächsten an der Sonne befindliche Planet. Er umkreist die Sonne auch am schnellsten. Für eine Umkreisung der Sonne benötigt er 88 Erdentage. Mit 4.879 Kilometern Durchmesser ist der Merkur der kleinste der acht Planeten. Und noch eine Besonderheit hat der Merkur. Er weist Temperaturschwankungen von über 500 Grad zwischen Tages- und Nachttemperatur auf. Der Merkur hat keine eigenen Monde und zählt zu den Gesteinsplaneten. Benannt ist er nach dem römischen Götterboten Mercurius.

Venus

Die Venus hat einen Abstand von 108,2 Millionen Kilometern zur Sonne und braucht für die Umkreisung 225 Erdentage. Mit einem Durchmesser von 12.104 Kilometern ist sie der drittkleinste Planet in unserem Sonnensystem. Lediglich der Merkur und der Mars haben einen kleineren Durchmesser. Die Venus kommt der Erde von allen anderen Planeten am nächsten. Da die Venus nach dem Mond das hellste Gestirn ist, ist sie trotz ihrer Größe häufig auch ohne Hilfsmittel zu sehen, zeitweise auch am Tageshimmel. Auf der Venus können die Temperaturen auf bis zu 460 Grad steigen, das hängt mit der dichten Atmosphäre aus Kohlendioxid zusammen. Die Venus hat keine eigenen Monde und gehört zur Gruppe der Gesteinsplaneten. Benannt ist sie nach Venus, der römischen Göttin der Liebe.

Erde

Die Erde ist nach aktuellem Wissenstand der einzige bewohnte Planet. Sie hat einen Abstand von 149,6 Millionen Kilometern zu Sonne und braucht für die Umrundung 365 Erdentage. Die Erde hat einen Durchmesser von 12.756 Kilometern. Sie wird auch als Blauer Planet bezeichnet, da ihre Oberfläche zu etwa 2/3 aus Wasser besteht. Daher sieht der Planet aus dem Weltall blau aus. Die Erde hat einen Mond und ist ein Gesteinsplanet.

Mars

Der Mars hat einen Abstand von 227,9 Kilometern zur Sonne und braucht für die Umrundung 687 Erdentage. Mit 6.794 Kilometern Durchmesser ist er nach dem Merkur der zweitkleinste Planet. Der Mars weist mit dem Mons Olympus (27 km hoch) den höchsten Berg unseres Sonnensystems auf. Ebenso beheimatet er das acht Kilometer tiefe Valles Marineris, das größte Grabensystem unseres Sonnensystems. Der Mars hat zwei eigene Monde und zählt zu den Gesteinsplaneten. Benannt ist er nach Mars, dem römischen Kriegsgott.

Jupiter

Der Jupiter braucht für eine Umrundung der Sonne 11,9 Erdenjahre und weist einen Abstand von 779 Millionen Kilometern zur Sonne auf. Mit 142.984 Kilometern Durchmesser, ist er der größte Planet. Auf ihm tobt seit über 300 Jahren der Wirbelsturm „Großer Roter Fleck“. Aktuell sind 79 Monde des Jupiters bekannt. Der Jupiter gehört zur Gruppe der Gasplaneten. Er ist nach dem römischen Hauptgott Jupiter benannt.

Saturn

Der Saturn hat einen Abstand von 1.433 Millionen Kilometern zur Sonne und benötigt 29,5 Erdenjahre für ihre Umkreisung. Er hat einen Durchmesser von 120.536 Kilometern. Der Saturn ist von einem Ringsystem umgeben, das bei den Planeten des Sonnensystems einzigartig ist. Die Blitze auf dem Saturn sind bis zu 100 Meter breit. Er hat mindestens 61 Monde, die teilweise aus gefrorenem Wasser bestehen. Der Saturn ist ein Gasplanet. Benannt ist er nach Saturn, dem römischen Gott der Aussaat und des Ackerbaues.

Uranus

Der Uranus ist 2.871 Kilometer von der Sonne entfernt und benötigt für die Umrundung 83,3 Erdenjahre. Er hat einen Durchmesser von 51.118 Kilometern. Im Sommer bleibt es auf ihm fast 40 Jahre lang hell. Dies kommt zustande, da der Nordpol des Uranus auf die Sonne zeigt. Der Uranus hat 27 Monde und gehört zu den Gasplaneten. Er ist nach dem griechischen Himmelsgott Uranos benannt.

Neptun

Der Neptun hat einen Abstand von 4.495 Millionen Kilometern zur Sonne und ist somit der Planet mit der größten Entfernung zur Sonne. Um sie zu umrunden benötigt er 163,8 Erdenjahre. Er hat einen Durchmesser von 49.528 Kilometern. Damit ist er der viertgrößte Planet im Sonnensystem. Auf dem Neptun gibt es Stürme mit bis zu 2.000 Kilometern pro Stunde. Der Neptun hat 14 Monde und ist einer der vier Gasplaneten. Er ist nach Neptun, dem römischen Gott des Meeres und der fließenden Gewässer benannt.

Ausblick

Die Zukunft wird zeigen, ob neben den acht Planeten des Sonnensystems und den bereits bekannten Exoplaneten im Weltall Planeten entdeckt werden, die aktuell noch nicht bekannt sind.