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Jupiter – Der König unter den Planeten

Jupiter ist der größte Planet, den es in unserem Sonnensystem gibt. Der Planet ist von der Sonne aus betrachtet der fünfte. Aufgrund seiner großen Maße wurde er nach dem römischen Gott Jupiter benannt. Er gehört zu den Planeten, die so hell strahlen, dass sie von der Erde aus nachts sichtbar ist.

Allgemeines über den Planeten

Jupiter ist ein Gasplanet, der eine Masse von schätzungsweise 1,899 x 10 hoch 27kg besitzt. Das entspricht dem 318-fachen der Masse der Erde. Jupiter ist so gewaltig, dass man alle anderen Planeten 2,47 Mal zusammenzählen müsste, um auf die gleiche Masse zu kommen.
Der Durchmesser des Planeten beträgt an seinem Äquator ungefähr 142.984km. Von den Polen aus gemessen beträgt der Durchmesser 133.708km. Damit ist der Jupiter so groß, dass er nahezu 11 Planeten von der Größe der Erde fassen könnte.
Im Durchschnitt ist Jupiter 778 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Das entspricht ungefähr 5,2 Mal der Distanz zwischen der Erde und der Sonne. Ein Lichtstrahl benötigt ca. 43 Minuten, um von der Sonne den Jupiter zu erreichen.
Aufgrund seiner Entfernung zur Sonne benötigt der Jupiter nach unserer Zeitrechnung 11 Jahre und 314 Tage, um die Sonne einmal komplett zu umrunden. Ein Jupiter-Jahr entspricht somit fast 12 Erden-Jahren. Dafür dauert ein Tag auf dem Jupiter aber nicht einmal halb so lange wie auf der Erde. Denn trotz seiner Größe dreht sich der Gasplanet sehr schnell um seine eigene Achse. Gerade einmal 9 Stunden und 55 Minuten dauert eine vollständige Rotation. Damit ist Jupiter nicht nur der größte Planet des Sonnensystems sondern auch der schnellste!

Über die Beschaffenheit von Jupiter

Jupiter besteht anders als die Erde zu einem Großteil aus Gasen. Astrologen nehmen an, dass der Planet zu ca. 89% aus Wasserstoff besteht. Das andere Hauptgas auf dem Jupiter ist Helium mit fast 10%. Danach gibt es noch Methan, Ammoniak und Schwefel auf dem Planeten.
Auf Jupiter ist keine klare Oberfläche erkennbar. Es gibt auch keine eindeutige Abgrenzung der Schichten der Atmosphäre. Man nimmt allerdings an, dass der Planet einen festen Kern aus einem Gestein und Eis haben muss. Schätzungen zufolge macht dieser feste Kern aber nur ein Viertel der Masse des Planeten aus. Vom Umfang her könnte der Kern des Jupiters ungefähr so groß sein wie die Erde.
Wer Jupiter mit einem Teleskop beobachtet, dem fällt auf, dass der Planet zum einen deutlich breiter als höher ist. Die gasförmigen Anteile des Planeten werden durch seine hohe Rotationsgeschwindigkeit quasi zusammengedrückt und lassen Jupiter deshalb kleiner erscheinen. Zum anderen fällt bei der Betrachtung auf, dass die Atmosphäre von Streifen durchzogen ist. Dabei handelt es sich um einzelne Gasgemische, die sich unterschiedlich schnell bewegen. Vergleicht man Aufnahmen des Planeten miteinander, dann fällt auf, dass die Streifen sich ständig ändern. Sie bleiben über einen längeren Zeitraum erhalten, aber verwirbeln und verändern sich ständig. Das gleiche Phänomen kann man bei Wolken sehen, die über den Himmel der Erde ziehen.
In den tieferen Schichten der Atmosphäre nehmen der Druck und die Temperatur der Gase immer weiter zu. Obwohl die durchschnittliche Außentemperatur auf dem Jupiter -150°C beträgt, verflüssigen sich Bestandteile wie der Wasserstoff der Atmosphäre nicht. Wie es sich in der Nähe des Kerns des Planeten verhält, ist dagegen nicht bekannt.

Zum Wetter auf dem Planeten

Auf dem Jupiter toben sehr häufig heftige Stürme. Die starken Windbewegungen sind auf die hohe Geschwindigkeit zurück zu führen, mit der sich der Planet um seine eigene Achse bewegt. Die Stürme können mit Windgeschwindigkeiten von über 500km/h über den Planeten ziehen. Auf der Erde wurden dagegen bei Tornados Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 350km/h gemessen.
Anders als auf der Erde sind die Sturmfronten auf dem Jupiter sehr langlebig und lösen sich eher langsam auf. Der älteste Wirbelsturm ist der sogenannte „große rote Fleck“. Bereits in Aufzeichnungen über Jupiter-Beobachtungen aus dem Jahr 1664 wurde über diesen Sturm berichtet. Er ist somit über 300 Jahre alt. Sein tatsächliches Alter ist allerdings unbekannt und er könnte tausende Jahre alt sein. Auch wie lange der Sturm noch bestehen wird ist unklar. Denn Beobachtungen mit dem Hubble-Teleskop, die zwischen 2012 und 2014 gemacht wurden, zeigten eine Verringerung in der Größe des Sturms. Forscher der NASA vermuten, dass Wechselwirkungen mit anderen Stürmen dazu führen, dass der große rote Fleck mit der Zeit kleiner wird und sich in der Zukunft eventuell ganz auflösen könnte.

Jupiters Umgebung

Jupiter wird von einer Vielzahl an Monden überflogen. Nach aktuellem Stand sind 79 Monde bekannt. Die hohe Anzahl ist darauf zurück zu führen, dass der Planet sehr starke Magnetfelder besitzt, die kleinere Himmelskörper anziehen.
Die vier größten Monde des Jupiters werden auch „Gallileische Monde“ genannt. Der Name geht auf Galileo Galilei zurück, der die Monde bereits 1610 entdeckte. Galileo benannte sie Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Die Monde zeichnen sich dadurch aus, dass sie alle einen Kern aus Eis und Gesteinsschichten besitzen. Mit einem Durchmesser von 5262km ist Ganymed der größte Mond des Jupiters und des Sonnensystems. Der Mond der Erde ist dazu im Vergleich nur 3476km breit im Umfang. Ganymed ist außerdem der einzige Mond, der ein eigenes ausgeprägtes Magnetfeld besitzt.
Neben seinen Monden besitzt der Jupiter auch Ringe aus Staub und kleinem Gestein. Diese Ringe sind nicht so ausgeprägt wie beim Planeten Saturn und können von der Erde aus nicht beobachtet werden. Lange Zeit war ihre Existenz völlig unbekannt. Erst die Raumsonde Voyager 1 konnte im Jahr 1979 Aufnahmen der Jupiter-Ringe machen.
Dass ihre Existenz so lange unklar war, hängt damit zusammen, dass die Ringe sehr dunkel sind. Außerdem sind sie sehr fein. Das hängt damit zusammen, dass die magnetische Anziehung des Planeten die kleinen Steinchen anzieht, die in der Atmosphäre verglühen. Forscher gehen davon aus, dass sich die Ringe des Jupiters in ein paar tausend Jahren komplett aufgelöst haben könnten. Wie sich der Gasplanet und seine Monde verändern, ist dagegen weitestgehend unbekannt.